Maskenball

Auch 2021 war mal wieder keine Zeit zum Durchatmen. Ob nun mit Mund-Nasen-Schutz oder ohne.

Jetzt werde ich wieder bombardiert von allen Seiten. Jede App, jede Social Media Plattform versucht gerade, mir meinen ultimativen Jahresrückblick unterzujubeln. Zwei, drei hab ich mir in der Vorschau angesehen. Liebe Bots, verehrte Algorithmen, you know nothing!

Aktuell fühlt sich das Leben irgendwie wieder wie ausgebremst an, das Jahr flog so an einem vorbei, Pandemiedauerlangeweile. Beim Blättern durch die Bilder des Jahres merke ich aber schon im März (war das nicht gerade eine Lockdown-Hochphase?) wie bunt das Leben vor und hinter der Maske auch in 2021 war/ist/sein kann.

Fangen wir beim Job an. Mutterland hat sich da als ein sicherer Hafen gezeigt, sitzen wir doch alle im gleichen Boot. Umbau, Wiedereröffnung, Personalmangel, Lockdown, Restart….es ist und bleibt spannend. Gastronomie hat es in diesen Tagen nicht gerade leicht, aber ich bin mir sicher, daß wir mit dem Konzept und den bereits umgesetzten neuen Ideen gut durch diese Zeit kommen werden. Spaß haben wir auf jeden Fall.

Apropos Spaß: eine großartige Erfahrung war das Bully Festival mit den Jungs von Fat Fritz. Bombenwetter, sensationell Stimmung und tausende Volkswagen-Verrückte. Ein sehr angenehmes Gefühl, wenn man merkt, nicht der einzige Irre auf einer Veranstaltung zu sein. Nächstes Jahr definitiv wieder dabei.

Was im kommenden Jahr auch mehr werden muss, ist die Abhängzeit in Freizeitparks. Mit meinem Küchenchef Michael habe ich den weltbesten Rollercoastercopiloten gefunden, leider konnten wir aufgrund unserer Dienstpläne nicht noch mehr Tage in wilden Achterbahnen verbringen. DAS MUSS BESSER WERDEN! Work-Rollercoaster-Balance und so….Heidepark und Hansapark waren aber schon einmal gute Starts. Auch wenn am Catering noch gefeilt werden muss.

Im Rausch der Geschwindigkeit war ich im ablaufenden Jahr aber neben den aberwitzigen Achterbahnen aber auch diverse Male auf zwei Rädern. Besonderer Dank gilt da Triumph Deutschland und den Triumph Shop Hamburg, die mir immer die neuesten Maschinen zur Verfügung stellen. Gänzlich ummotorisiert dufte ich mich mit einer Rakete von Bonvelo fortbewegen. Überzeugen konnte beide Marken.

Wie überzeugend meine Outfits dieses Jahr waren, kann ich schlecht einschätzen. Danke jedenfalls an all die Label, die mir ihre Produkte zur Verfügung gestellt haben. Danke auch an alle Fotografen und besonders meinen Mann, der so manche Fotosession über sich ergehen lassen musste. Daran konnte mich ja auch ein entzündeter Arm nicht hindern. Auch wenn ich oftmals aussehen, wie in Clown und er gern wohl lieber ein paar Schritte hinter mir gehen würde, so hält er doch immer tapfer durch, wenn ich aus dem Ankleidezimmer komme. Love you for this <3 !

Mehr als dankbar bin ich ihm auch für die Urlaubsplanung, die jedes Jahr ein paar Überraschungen bereithält. Nun kann man zu Reisen in einer Pandemie denken was man möchte, wir haben uns konsequent an alle Regeln gehalten, sind durchgeimpft und haben auf Langstreckenflüge verzichtet. Auszeit in Lissabon, Strand, toller Wein und geiles Essen in Griechenland, Fahrradfahren und viel Kunst in Paris waren in diesem Jahr die Highlights in unseren absoluten Traumdestinationen.

Eine besondere Reise führte mich nach Wien. Nun mag ich die Stadt ja eh schon richtig gern, in diesem Jahr gab es aber ein Wiedersehen mit einer meiner längsten Freundinnen. Nein, sie ist nicht wahnsinnig groß, wir kennen uns einfach gefühlte 1000 Jahre. Dieses Sommertage in Wien inklusive Schnaps in der Miranda Bar, Nervenkitzel im Prater, Tanz im Volksgarten und Donau-Schlammbad in der Wachau waren so schön, wenn dieses Lockdown-Theater vorbei ist, muss ich dringend wieder nach Österreich. Liebe Nooris… I miss u!

Schließen möchte ich diese Jahresübersicht mit den Menschen, die ich treffen und kennelernen durfte und die mich jeder auf seine/ihre Art fasziniert haben. Danke Didine für ein saulustiges Interview und deinen Beitrag im Gendertheater, Leslie und Priya für die beiden besten Konzerte in diesem Jahr, Anatol und Jenny für Kunst, Tobi für neue Tattoos und Rafael für einen lustigen Gin Sul Abend.

Fotos: Stefan Trocha, Benny Ulrich, Jenny Bewer, Marcus Lieder, privat.

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